Der DVSI will sich noch stärker für Spielzeugsicherheit engagieren. Dafür holt der Verband Alexander Breunig an Bord.

Ob neue gesetzliche Anforderungen oder negative Schlagzeilen durch schwarze Schafe mit minderwertigen Produkten: Das Thema Spielzeugsicherheit steht in der Branche ganz weit oben auf der Agenda. Der Deutsche Verband der Spielzeugindustrie DVSI stellt sich in diesem hochsensiblen Bereich künftig noch besser auf. Alexander Breunig wird ab Oktober das neue Gesicht für Spielzeugsicherheit des Verbandes sein. Er gilt als ausgewiesener Experte. Im Laufe seines Berufsweges sammelte der 1957 geborene Franke 22 Jahre Erfahrung als „Produktsicherheits- und Qualitätsexperte“ in führenden Unternehmen der Konsumgüterbranche. Zudem blickt er auf 13 Jahre Führungsfunktionen in global tätigen Unternehmen der Prüf- und Zertifizierungsbranche zurück. Darüber hinaus ist Alexander Breunig langjähriges Mitglied in deutschen und europäischen Normungsgremien zur Spielzeugsicherheit. Ab Herbst soll er nun beim DVSI neue Impulse setzen. So will der Verband sein Serviceprofil schärfen und ausbauen.

Alexander Breunig soll DVSI stärker im Bereich Sicherheit positionieren

Mit Alexander Breunig will sich der DVSI noch stärker in die Diskussion um Sicherheit und Qualität von Spielzeug auf nationaler wie internationaler Ebene einbringen. Zudem will der Verband seine Mitgliedsfirmen noch deutlicher unterstützen rund um aktuelle und zu erwartende neue Sicherheitsanforderungen. Der diplomierte Chemie-Ingenieur Breunig wird bei der Neuausrichtung von den langjährigen DVSI-Mitarbeiterinnen Susanne Braun und Cornelia Becker unterstützt. Gemeinsam mit Braun wird er den Verband bei der Normungsarbeit sowie in allen Gremien des europäischen Dachverbandes TIE Toy Industry of Europe repräsentieren. Breunig, der neben Spielzeugsicherheit auch die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit bearbeiten soll, berichtet direkt an DVSI Geschäftsführer Ulrich Brobeil.

Spielzeugsicherheit ist für Verbandsmitglieder wichtiges Thema

Der DVSI sieht es seit langem als seine originäre Aufgabe an, durch gezielte Angebote und Weiterbildungsseminare seine Mitgliedsunternehmen bei der Einhaltung und Überwachung aller relevanten Sicherheitsstandards zu unterstützen. Vor allem die EN 71 hat dabei laut Verband im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung inzwischen ein hohes Komplexitätsniveau erreicht. Das stelle vor allem kleinere und mittelständische Spielzeughersteller vor personell-finanzielle Herausforderungen. „Spielzeugsicherheit ist und bleibt unser Kerngeschäft“, so Brobeil. „Das zeigen auch unsere regelmäßig im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführten Mitgliederbefragungen, bei denen ‚Spielzeugsicherheit’ mit ‚Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“ auf der Pole Position landen. Wir freuen uns deshalb sehr, mit Alexander Breunig einen hochgradig kompetenten Prüf- und Sicherheitsexperten für eine langfristig angelegte Zusammenarbeit gewinnen zu können, um unser Leistungsangebot nach vorne zu entwickeln.“

DVSI zählt knapp 220 Mitglieder

Wenn Alexander Breuning im Oktober seine neue Aufgabe antritt, erwartet ihn ein gut aufgestellter Verband. Der DVSI vertritt nach eigenen Angaben mehr als 80 Prozent aller Spielwaren in Deutschland. Knapp 220 Unternehmen der deutschen Spielwaren gehören der Organisation an. Ihre Interessen vertritt der Verband seit 1991 gegenüber Politik, Behörden, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Seit 2015 sitzt der DVSI in Nürnberg.

 

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Link: Der DVSI stellt sich personell noch stärker in Richtung Spielzeugsicherheit auf.

Bilder: DVSI, Stiftung Warentest

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