Die Umsatzzahlen des Onlineriesen Amazon zeigen weiterhin steil nach oben. In Deutschland will das Unternehmen bis Jahresende mehr als 2.800 zusätzliche Beschäftigte einstellen.

Amazon.com hat seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal bekannt gegeben. Demnach stieg der Nettoumsatz des Unternehmens um 20 Prozent auf 63,4 Milliarden US-Dollar. Das operative Ergebnis lag bei 3,1 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 3,0 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal 2018. Der Reingewinn legte auf 2,6 Milliarden US-Dollar oder 5,22 US-Dollar pro verdünnter Aktie zu. Im Vorjahreszeitraum war es noch ein Reingewinn von 2,5 Milliarden US-Dollar oder 5,07 US-Dollar pro verdünnter Aktie. Jeff Bezos, Amazon-Gründer und CEO: „Die Kunden reagieren auf den Wechsel von Prime zur Tageslieferung – wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten und eine Beschleunigung des Umsatzwachstums gesehen. Die kostenlose eintägige Lieferung ist jetzt für Prime Mitglieder bei mehr als zehn Millionen Artikeln verfügbar, und wir beginnen gerade erst. Ein großes Dankeschön an das Team, dass es den Kunden weiterhin das Leben leichter macht.“

Welche Bedeutung hat der Prime Day für Amazon?

Ein echter Umsatzbringer für Amazon war der Prime Day am 15. und 16. Juli. Prime-Mitglieder kauften mehr als 175 Millionen Produkte während des Events. Zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen setzten hier ihre Waren ab. Allein für KMUs beziffert der Konzern die Umsätze am Prime Day auf über zwei Milliarden US-Dollar. Aus der Kinderausstattungs-Branche war das Münchner Unternehmen Pumpkin Orange mit dabei. Dessen Marketing-Chef Christian Heß zeigte sich zufrieden: „Unsere Quetschies mit Bio-Gemüse-Püree fanden reißenden Absatz, wir konnten zahlreiche neue Kunden vor allem in Deutschland, aber auch aus Österreich und Italien gewinnen und freuen uns sehr über eine Umsatzsteigerung von 170 Prozent. Gerade für uns als junges Unternehmen war der Prime Day eine tolle Gelegenheit bekannter zu werden.“ Zudem setzt Amazon auf Exklusivität: Der Bereich Fashion bietet Kleidung für Babys und Kleinkinder von Moon und Back in Zusammenarbeit mit Hanna Andersson oder auch die Hanes Ultimate Baby-Kollektion.

Einsatz von Alexa wird weiter ausgebaut

Im digitalen Sprachassistenten Alexa sieht Amazon großes Potenzial und baut hier die Einsatzmöglichkeiten stark aus. Mittlerweile gibt es über 60.000 Alexa-kompatible Smart Home-Produkte. So können Kunden können Alexa zu Hause über ausgewählte Fernseher von LG nutzen, mit ecobees neuestem intelligenten Thermostat oder unterwegs über neue Kopfhörer von Bose und Jabra. Auch Lexus und Toyota integrieren den Assistenten in zahlreiche ihrer Fahrzeuge. In Deutschland und Großbritannien ist die Technik in ausgewählten BMW- und MINI-Fahrzeugen zu finden. Darüber hinaus haben Garmin, iOttie und Nextbase neue Automobilzubehörteile auf den Markt gebracht, mit denen Kunden Alexa in ihr aktuelles Fahrzeug einbauen können. In den USA kommt Alexa in der Hausüberwachung zum Einsatz. Alexa Guard erkennt die Geräusche von Rauchmeldern, Kohlenmonoxidmeldern und Glasbruch und kann auch mit bestehenden Alarmsystemen verbunden werden.

Mehr als 2.800 neue Mitarbeiter für Amazon Deutschland

Für den deutschen Markt hat Amazon ebenfalls große Pläne. Bis zum Jahresende soll die Zahl der Mitarbeiter auf mehr als 20.000 wachsen. In diesen Zeitraum will das Unternehmen mehr als 2.800 zusätzliche unbefristete Arbeitsplätze schaffen. Dafür werden sowohl sowohl Berufseinsteiger als auch Fach- und Führungskräfte wie Softwareentwickler, Sprachwissenschaftler, Logistikexperten, Personal- und IT-Spezialisten gesucht. Die Arbeitsplätze entstehen vor allem in den Offices sowie den Entwicklungs- und Logistikzentren – insgesamt hat Amazon über 35 Standorte in Deutschland. Das Unternehmen erweitert kontinuierlich seine Präsenzen in Deutschland, vor allem an bestehenden und neuen Logistikstandorten. Für 2019 ist die Eröffnung des 13. Logistikzentrums in Mönchengladbach geplant.

 

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Link: Amazon hat seine Umsatzzahlen für das zweite Quartal bekanntgegeben.

Bild: Amazon

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