Der BVS hat einen neuen Geschäftsführer: Steffen Kahnt. Dieser steht nach einem guten Weihnachtsgeschäft nun den Herausforderungen der Spielwarenbranche im kommenden Jahr gegenüber.

Am 1. Dezember 2018 wurde der bis dahin stellvertretende Geschäftsführer des Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels e.V.(BVS) Steffen Kahnt offizieller Nachfolger von Willy Fischel. Dieser wechselt nach über 40 Jahren in den Ruhestand. Kahnt, der seit 2003 beim Verband tätig ist, übernimmt mit seiner neuen Rolle auch die Führung des Fachbereichs Technik in der Einzelhandelsorganisation.

Kahnt steht vor Herausforderungen im Spielwarenhandel

Der BVS-Vorsitzende Wieland Sulzer dazu: „Willy Fischel hat im BVS Herausragendes geleistet. Auf diesen Erfolgen werden wir aufbauen und die fachliche Arbeit in der Einzelhandelsorganisation weiter stärken. Der Vorstand des BVS freut sich darauf, mit Herrn Kahnt die erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen zu können!“

Gleichzeitig betont Sulzer: „Der Spielwarenhandel ist genau wie die Industrie in einem tiefgreifenden Wandel. Gleichzeitig belasten immer neue Auflagen und überbordende Bürokratie unser operatives Geschäft. Eine schlagkräftige Lobby und wirkungsvolle Interessenvertretung war nie wichtiger als heute.“

Spielwarenhändler zufrieden mit Weihnachtsgeschäft

Dem Weihnachtsgeschäft sieht der neue Geschäftsführer jedoch optimistisch entgegen. Das Verbraucherpanel der npd group Deutschland GmbH rechnet 2018 mit Ausgaben der Deutschen für Spielzeug von 3 Milliarden Euro. Kahnt macht dafür vor allem den anhaltenden Babyboom und die Vollbeschäftigung in Deutschland verantwortlich. Durch den Babyboom der letzten Jahre gibt es mehr heranwachsende Kinder, die mit ihren Wünschen den Spielwaren-Umsatz in die Höhe treiben. Die gute Wirtschaftslage und niedrige Zinsen sorgen zusätzlich für ausgabefreudige Konsumenten. „Die Innenstädte sind voll und die Deutschen in Kauflaune. Spätestens die ‚Black Week‘ hat die Menschen in die Geschäfte gelockt und das ist angesichts der verkürzten Adventszeit auch gut so“, erklärt Kahnt.

Weihnachtsgeschäft entscheidend

Mit 40% hat das Weihnachtsgeschäft im November und Dezember einen hohen und entscheidenden Anteil am Jahresergebnis. Der Kölner BVS erwartet ein Umsatzplus von bis zu 1 Prozent, womit der Inlandsmarkt wieder bei rund 3,1 Milliarden Euro liegen würde „Die Innenstädte sind voll und die Deutschen in Kauflaune. Spätestens die ‚Black Week‘ hat die Menschen in die Geschäfte gelockt und das ist angesichts der verkürzten Adventszeit auch gut so“, erklärt Kahnt.

Bastian Salewsky, der Geschäftsführer von babymarkt.de, kann das nur bestätigen:„Das Weihnachtsgeschäft hat bei babymarkt.de direkt mit einem Knall begonnen: Der Black Friday war in diesem Jahr unser absoluter Höhepunkt, an dem wir unseren bisherigen Tagesumsatzrekord glatt verdoppelt haben. Und das war erst der Anfang des Weihnachtsgeschäfts. Durch vielseitige Aktionen wie unseren Adventskalender ist die weitere Vorweihnachtszeit das Sahnehäubchen auf unserem sehr erfolgreichen Jahr 2018.“

Spielzeug-Highlights

Neben Spielzeugklassikern, wie Bausteine, Spielwelten oder Puppen (Umsatzplus von 18% zwischen Januar-Oktober), sind besonders Actionfiguren (+18%) und Sammelthemen unter dem Weihnachtsbaum zu finden. Höchst im Trend: alles rund um Pferde und Eisenbahnen. Zu den Sammel-Hits des Jahres gehören kleine L.O.L.-Sammelpuppen und die Figuren der Marke Paw Patrol. Ein weiteres Highlight war eine Puppe mit lebensechter Mimik und Spracherkennung, die den Kindern sprechen beibringen soll. Der absolute Renner bei Babymarkt.de beispielsweise war laut Salewsky stationär sowie online die Toniebox, ein Abspielgerät für Hörspiele.

Kahnt: „Klassisches Spielzeug prägt weiterhin das Leben unserer Kinder. Bildschirme mit bewegten Bildern sind zwar heute omnipräsent – Eltern wollen aber nicht, dass Kinder ständig auf Smartphones und Displays schauen, sondern spielen, basteln und toben.“

Emotionalisierung um Kunden zu locken

Nach dem Umsatz-Durchhänger in Sommer, ist die Spielzeugbranche wieder im Plus. Um die Kunden zu locken, setzen Händler auf die Emotionalisierung ihrer Verkaufsflächen. Zusätzlich optimieren sie ihre Webshops und erarbeiten übergreifende Online/ Offline-Einkaufserlebnisse und Werbeansprachen. Die Händler konzentrieren sich darauf, Lagerbestände zu reduzieren, Flächen produktiver zu gestalten und Kosten zu reduzieren. Eine besondere Herausforderung stellt in Zeiten der Vollbeschäftigung das Finden von beratungsstarkem Personal dar.

BVS prognostiziert steigende Preise für 2019

Die Preise der Spielwarenbranche waren dieses Jahr weitgehend stabil. Es könnte 2019 jedoch zu Preiserhöhungen kommen. Grund dafür sind steigende Mautgebühren, Kraftstoffpreise, Personalkosten sowie steigende Preise bei Pappe und Papier. Einzelne Spediteure hatten zuletzt Lieferschwierigkeiten, insgesamt ist die Warenverfügbarkeit im Handel und die Liefersituation im Onlinehandel aber zufriedenstellend.

Für babymarkt.de heißt das, auch weiterhin daran zu arbeiten dem „Kunden ein absolutes Wow-Erlebnis in unserem Online-Shop und unseren Filialen zu bieten. Dafür stehen wir in ständigem Kontakt mit unseren Lieferanten und können so die besten Preise für unsere Kunden anbieten.“

 

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Bild: BVS

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