Produkte Made in Germany haben sich zu einem echten Verkaufsschlager entwickelt. Das gilt auch für die Kinderausstattungsbranche, wie dem Luna Journal einige Hersteller exklusiv verraten.

Einen hervorragenden Ruf genießen Produkte Made in Germany. Das bestätigt eine aktuelle Analyse der internationalen Data and Analytics Group YouGov und der britischen Cambridge University. Die Experten haben Verbraucher aus 23 Ländern repräsentativ befragt, wie sie Produkte wahrnehmen, die in einem bestimmten Land hergestellt werden. Insgesamt wurde das Image von zwölf Produktionsländern abgefragt. Das Ergebnis war eindeutig: Im Gesamtvergleich stehen Produkte aus Deutschland auf Platz eins der weltweiten Konsumentengunst. Es folgen auf Platz 2 Waren aus Italien, gefolgt von Großbritannien, Frankreich und Japan. Schlusslicht bildet China. „Unsere Studie zeigt, dass bei der Wahrnehmung von Produkten deren Herkunft weiterhin eine wichtige Rolle spielt“, sagt Philipp Schneider, Head of Marketing bei YouGov Deutschland. „In dieser Hinsicht hat das Label ‚Made in Germany‘ besonders international noch eine hohe Relevanz.“ Das Luna Journal hat sich bei Unternehmen aus der Branche umgehört, wie relevant für sie der Faktor Made in Germany ist.

Made in Germany ist bei hessnatur ein zusätzlicher Produktvorteil

Besonders sensibel sind viele Kunden bei Kinderkleidung. hessnatur setzt ganz bewusst auf Made in Germany. Geschäftsführerin Sybille Ebinger: „hessnatur wurde 1976 mitten in Deutschland gegründet und bis heute ist uns die Förderung der regionalen Textilproduktion sehr wichtig. Denn wir sind immer wieder begeistert über die Kompetenz unserer langjährigen deutschen Partner und achten auf kurze Transportwege. Das sind nur zwei der zahlreichen Gründe, warum Deutschland für viele Textilien das Hauptproduktionsland ist.“ Ebinger berichtet, dass der Produktionsstandort Deutschland oft auch ein Kaufargument ist: „Für unsere KundInnen ist es sehr wichtig zu erfahren, woher die Produkte stammen. Dabei ist die Herkunft „Made in Germany“ für viele ein zusätzlicher Produktvorteil. Um glaubwürdig zu sein ist es für uns selbstverständlich, für jeden Artikel zu zeigen, wo er hergestellt wird. Außerdem können Kunden auf unserer digitalen Weltkarte mit wenigen Klicks nachvollziehen, woher wir unsere Naturfasern beziehen und in welchen Ländern diese verarbeitet werden.“

Gerade bei Holzspielzeug stehen Unbedenklichkeit und Sicherheit hoch im Kurs

Hochwertiges Holzspielzeug ist für viele Eltern von Babies und Kleinkindern wichtig. In diesem Segment der Premiumqualität vermarktet sich Selecta. Der Produktionsstandort Deutschland ist für das Unternehmen auch international ein überzeugendes Argument. Axel Kaldenhoven, Geschäftsführer der Schmidt Spiele GmbH: „Für Selecta ist „Made in Germany“ ein wichtiges Thema – das hochwertige Holzspielzeug wird fast ausschließlich in der eigenen Manufaktur in Bayern hergestellt. Hierzu verwendet das Traditionsunternehmen, das seit 2017 zur Schmidt Spiele GmbH gehört, Holz aus zertifizierter Forstwirtschaft, größtenteils aus Deutschland. Neben den Themen Sicherheit, Qualität und gesundheitliche Unbedenklichkeit, die den gesamten Denk- und Fertigungsprozess von Selecta prägen, spielt auch „Made in Germany“ als Gütesiegel eine wichtige Rolle für Selecta wie auch für die Konsumenten im In- und Ausland.“ Selecta findet sich mit ASS Altenburger; Bullyland, Puky und zahlreichen weiteren Spielwarenherstellern auf dem Portal madeingermany.online wieder. Dieses Unternehmensnetzwerk bietet Interessenten aus der ganzen Welt einen Überblick über deutsche Produkte verschiedenster Kategorien.

Bobby-Car ist Klassiker Made in Germany

Ein bekannter Klassiker mMde in Germany ist das Bobby-Car. „Das BIG-Bobby-Car wird wie alle anderen Produkte der BIG-Spielwarenfabrik in unserem Werk im fränkischen Burghaslach produziert“, verrät Uwe Weiler, Chief Operating Officer der Simba Dickie Group. Seit 1972 wird das Rutschauto hergestellt. Weiler weiter: „Auf dem 320.000 Quadratmeter großen Gelände, das direkt an der A3 zwischen Würzburg und Nürnberg liegt, steht eine der modernsten Spielwarenfabriken Europas. Das bekannte rote Rutscherauto ist übrigens eine Erfindung aus Franken. International steht das Bobby Car für unverwüstliche und robuste Qualität aus Deutschland, wofür auch unser Markenzeichen – der Büffel – steht.  Mittlerweile haben wir mehr als 20 Millionen Stück produziert, und damit ein Vielfaches an Kindern und Eltern glücklich gemacht.“

Produktionsstandort Deutschland spricht auch für Nachhaltigkeit

„Qualität Made in Germany“: So wirbt der Tornisterhersteller McNeill ganz prominent auf seiner Homepage. Laut Unternehmen ist der Betrieb der einzige Schulranzenhersteller, der seine Produkte in Deutschland fertigt. Geschäftsführerin Claudia Krause: „Wir produzieren bewusst in Deutschland und nicht in Fernost. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal und damit ist McNeill anders. Seit einigen Jahren steigt auch immer mehr das Interesse an Schulranzen Made in Germany. So gesehen, ist der Kauf eines McNeill Schulranzens auch ein ganz wesentlicher Beitrag zur Nachhaltigkeit. Bei uns werden keine Schulranzen, die über ein großes zu bewegendes Volumen verfügen, von Schweröl betriebenen Schiffen mehrere tausende Kilometer über die Meere dieser Welt transportiert. Der unnötige Verbrauch von natürlichen Ressourcen, aber auch CO2-Emissionen, werden somit vermieden. Nach einer Berechnung der Carbon Connect AG sind es ca. 35% weniger CO2-Emissionen. Ebenso sichern wir nachhaltig Arbeitsplätze am Standort Deutschland.“

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Siegel rund um Nachhaltigkeit – so behalten Unternehmen den Durchblick

Made In Germany – John Hartan im Interview

Für Eltern ist Qualität oft wichtiger als der Preis

 

Link: Eine aktuelle Studie zeigt, dass Produkte made in Germany weltweit gefragt sind.

Bild: Selecta

//KH