Zwischen dem 26.-27. Oktober präsentierte die MAROC IN MODE – MAROC SOURCING die neuesten Entwicklungen in der marokkanischen Textilbranche. Mit 1779 Besuchern davon 1020 aus Marokko verzeichnen die Messeveranstalter einen Zuwachs von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Für die Messe MAROC IN MODE – MAROC SOURCING, welche von dem marokkanischen Modeverband AMITH mit Unterstützung des Außenhandelsministeriums sowie Maroc Export und weiteren Institutionen veranstaltet wird, wurde für das Jahr 2017 bezüglich des Exportumsatzes eine Steigerung von 4 Prozent prognostiziert:

„Der Textilsektor in Marokko hat eine neue Geschwindigkeit aufgenommen, die sich auch in der Vielfalt der marokkanischen Aussteller auf der Messe widerspiegelt. 2016 betrugt der Exportumsatz 34 Mrd. DH (ca. 3 Mrd. EUR), die Prognosen für 2017 sehen eine Steigerung von 4% für 2017, so dass der Rekordexport von 36 Mrd. DH erwartet werden kann“, äußert sich Mohamed Tazi, Generaldirektor von AMITH.

Textilindustrie schafft Arbeitsplätze

Sein zweitbestes Exportergebnis nach Europa verzeichnete Marokko bereits 2016 und erzielte eine Steigerung von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Durch die marokkanische Textilindustrie werden zudem viele Arbeitsplätze geschaffen, die diese zum größten Arbeitgeber macht. Dazu zählen 183.000 Festangestellte und 420.000 unmittelbar geschaffene Arbeitsplätze die durch 1.600 Textilunternehmen, davon 1.300 mit Exportaktivitäten bestehen.

marokkanische Messen: MaROC IN MODE - MAROC SOURCING

AMITH möchte sein internationales Netzwerk stärken

Die Messe bekräftigte die Zusammenarbeit zwischen AMITH und dem portugiesischen Textilverband. Marokko als auch Portugal verzeichnen gleichermaßen positive Signale für das Wachstum in der Textilindustrie. Um weitere Zusammenarbeiten auf den Märkten im Bereich High-Fashion zu fördern und anzuregen werden die Verbände in Zukunft enger miteinander kooperieren. Dabei sitzt der Fokus auf dem Aufstellen eines „transnationalem Ecosystem“ sowie dem Umsetzen gemeinsamer Ziele bezüglich der Produktivitätssteigerung.

Französische Besucher zahlreich erschienen

Von den Besuchern kamen 759 aus anderen Nationen. Messebesucher aus Frankreich waren mit 23 Prozent am stärksten vertreten, darauf folgt mit 17 Prozent der spanische Besucheranteil und die Deutschen fanden sich zu 13 Prozent auf der Messe ein. Des Weiteren wurden Besucher aus Großbritannien, Italien, Portugal, Russland, sowie aus weiteren europäischen Nationen wie Belgien, Niederlande, Polen, Österreich, Schweiz und Schweden verzeichnet. Vom Norden des Mittelmeers fanden sich Besucher aus Algerien, dem Senegal, Mauritius und Tunesien ein. Ferner waren auch die USA als Besucherland vertreten. Aus den unterschiedlichsten Handelsbereichen fanden sich Messegäste zusammen, darunter Modekonzerne, der Online-Handel, Filialisten, sowie markenstarke Modehersteller.

„Wir schätzen den Besuch von MAROC IN MODE 2017 sehr, die Qualität der Aussteller sowie die Organisation der Messe. Wir haben im Vergleich zu unserem letzten Besuch im Jahr 2015 mehr Produzenten getroffen. Wir haben nach Anbietern für schnelle Mode gesucht und sind erfreut festzustellen, dass immer mehr marokkanische Hersteller „Picking“ -Kollektionen anbieten“, resümierte Herr Pauld, Sourcing Manager von TAPE A L’OEIL aus Frankreich.

„Die Strukturierung der MAROC IN MODE – MAROC SOURCING in verschiedene Ecosysteme auf einer Ebene ist gelungen. Die Vielfalt ist überzeugend, d. h. auch Strumpfwaren und sogar Schuhe zu finden. Die Erweiterung dieses Angebotes auf der nächsten Veranstaltung, z. B. mit Lederwaren wie Gürtel, Handtaschen etc.. würde ich sehr begrüßen“, so Frau Cambon, Sourcing Managerin von „Teddy Smith“ aus Frankreich.

Marokko interessant für den deutschen Markt

„Meine Kollegen und ich waren das erste Mal auf der MAROC IN MODE. Wir haben viele wirklich interessante Gespräche geführt und konnten uns einen guten Überblick über das Produktionsangebot verschaffen. Die Produktqualität und Kreativität der Anbieter hat uns überzeugt. Marokko kann ein interessantes Produktionsland für HSE24 werden“, äußerte sich Yvonne Müller verantwortlich für Brand & Product Development und Sourcing bei HS24 (deutscher Teleshoppingkanal).

Auch die deutsche Bekleidungsmarke Navabi ist positiv von der Messe angetan:

„Unser Besuch auf der Messe MAROC IN MODE – MAROC SOURCING war ein voller Erfolg für uns. Wir hatten viele interessante Gespräche, haben neue Kontakte geknüpft und sehr interessante Firmen kennengelernt. Besonders beeindruckt waren wir von der Auswahl und der hervorragenden Qualität. Nach diesem Besuch sind wir uns sicher, dass Marokko ein starker und wichtiger Standort für die Textilbranche ist“, stellt Iaad Kwaider der Chief Business Development Officer der Marke Navabi fest.

Aussteller Resonanz: hohe Qualität der Besucher

Sowohl die Besucher als auch die 128 Aussteller waren positiv angetan von der MAROC IN MODE – MAROC SOURCING und zeigten sich zufrieden mit den Ergebnissen der Messe. So wurde von den Messeausstellern der Austausch auf der Messe und die hohe Qualität der Besucher gelobt:

„Zum dritten Mal stellen wir auf der MAROC IN MODE aus. Jede Messe bringt uns neue Kunden und gleichzeitig festigen wir hier unsere bestehenden Kundenkontakte. Perfekt ist für uns auch die parallel stattfindende SOURCING in MAROC, auf der wir immer neue Vorlieferanten finden. In den letzten Jahren haben sich beide Messen stetig weiter entwickelt. Mit den Marketingmaßnahmen werden wichtige prospektive Kunden für uns gewonnen“, berichtet Nisrine Amrani, Product Developer von Platform & Design mit Sitz in Tanger.

In diesem Jahr wurden erstmalig Hersteller und Lieferanten aus dem Ledersegment präsentiert. Dieser Bereich soll in Zukunft weiter ausgebaut werden.

„Wir sind mit unserer Ledermodenkollektion (Lederhosen und –jacken) zum ersten Mal auf der Messe. Wir haben gute Kontakte hergestellt und werden nun umgehend das Follow-up vornehmen. Besonders interessant waren für uns Besucher aus Deutschland und Großbritannien“, verkündete Frau Khadija Antra, Commercial Director von Nouhaila Cuir aus Casablanca.

www.marocsourcing.ma/marrakech/

Bild: Jandali

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