Mit 237 Millionen US-Dollar Verlust schloss der Spielwarenriese Mattel das Jahr 2018 ab. Lichtblicke waren Barbie und Hot Wheels, die Rekordergebnisse erzielten.

Weniger schlecht als im Jahr zuvor – das ist das Fazit von Mattel zum Bilanzjahr 2018. 4,51 Milliarden US-Dollar hat der Konzern netto umgesetzt. Damit einher ging ein operativer Verlust von 237 Millionen US-Dollar. Das sei immerhin eine Verbesserung von über 100 Millionen Dollar gegenüber 2017, so das Unternehmen. Gründe seien vor allem die Insolvenz von Toys“R“Us sowie ein schwächeres China-Geschäft. Das Kostensenkungsprogramm dagegen trage Früchte. 521 Millionen Dollar seien so allein im letzten Jahr eingespart worden. Ynon Kreiz, Chairman und CEO von Mattel: „Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, unsere Strategie zur Wiederherstellung der Profitabilität und zur Wiedererlangung des Umsatzwachstums kurz- bis mittelfristig voranzutreiben und schaffen die Voraussetzungen, um den vollen Wert unseres geistigen Eigentums mittel- bis langfristig zu nutzen. Nach drei aufeinander folgenden Quartalen solider, disziplinierter Ausführung sind wir auf dem besten Weg, ein IP-getriebenes, leistungsstarkes Spielzeugunternehmen zu werden und langfristigen Wert für unsere Aktionäre zu schaffen.“

Mattel berichtet bei Barbie von 15 Prozent mehr Umsatz

Kosten gespart wurden vor allem durch Umstrukturierung, bei Rohstoffen und Betriebsanlagen sowie bei Vertrieb und Verwaltung. Besonders interessant ist ein Blick auf die Sparten von Mattel, die durch Auffälligkeiten beim Umsatz hervortraten. So verzeichnete Hot Wheels den höchsten Bruttoumsatz in seiner Geschichte. Um neun Prozent stiegen hier die Werte, ein Grund dafür dürfte das 50jährige Jubiläum gewesen sein. Barbie lässt nach wie vor die Herzen der Kinder und den Umsatz von Mattel höher schlagen. Ein Plus von 15 Prozent wurde hier verzeichnet. Dagegen sank der Umsatz von Fisher-Price und Thomas & Friends um 13 Prozent. Weniger umgesetzt wurde auch mit Produkten von Mega und Cars.

Neue Filme, Serien und Produktlinien geplant

Joseph Euteneuer, CFO von Mattel, ist optimistisch: „Mit Blick auf die Zukunft haben wir genügend Möglichkeiten, unsere finanzielle Performance auf breiter Front zu verbessern, da unsere Geschäftsstrategie am Markt weiter an Fahrt gewinnt.“ In diesem Jahr hat sich das Unternehmen einiges vorgenommen. So verkündete der Konzern Mitte Februar den Start von 22 neuen TV-Programmen die auf Charakteren und Lizenzen von Mattel beruhen. Zudem wird gemeinsam mit Metro Goldwyn Mayer Pictures ein Live-Action-Film entwickelt, der auf Mattels American Girl-Linie basiert.  Für Sommer ist der Start der Fisher-Price Vorschulspielzeuglinie „Rescue Heroes“ geplant.

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Link: Der Spielwarenriese Mattel hat seine Geschäftszahlen für das Jahr 2018 bekanntgegeben

Bild: Mattel

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