Rund 100 Millionen Euro haben die Deutschen im letzten Jahr für fernsteuerbares Spielzeug ausgegeben. Besonders beliebt in der Modellbranche sind Fahrzeuge rund um die Erfolgslizenz Cars.

Die Modellbranche ist ein besonderer Zweig. Von wenigen Euro bis hin zu aufwändig und teuren Objekten reichen die Fahrzeuge, Bausätze und liebevoll designten Miniaturwelten. Und die Kundschaft wächst mit. Von ganz jungen Fans über ihre Eltern und Großeltern reicht das Spektrum. Laut Steffen Kahnt, stellvertretender Geschäftsführer des Handelsverband Spielwaren (BVS), beginnen Kinder meist mit den Ready-to-Run-Modellen: „Süße Fernsteuerautos für die Kleinsten, cool designte Rennautos und leicht zu steuernde Helikopter in Preislagen von zehn bis 30 Euro prägten zuletzt den Massenmarkt und machten Appetit auf mehr.“ Rund 83 Millionen Euro haben die Deutschen 2017 für fahrende und fliegende ferngesteuerte Objekte ausgegeben. Der Umsatz der Branche dürfte laut BVS aber wahrscheinlich noch größer sein. Werden alle Vertriebskanäle berücksichtigt, dürften es rund 100 Millionen Euro gewesen sein.

Cars sorgt in der Modellbranche für Umsatz

Von diesen 100 Millionen Euro entfiel ein großer Teil auf Produkte, die sich an der Disney-Erfolgslizenz Cars orientierten. Die meistgekauften fernsteuerbaren Objekte waren die Fahrzeuge aus dem „Cars 3“-Film. Auch im Plastikmodellbau setzten sich die Sets rund um Lightning McQueen und seine Weggefährten durch. Die Branche profitierte davon, dass sie dadurch jüngere Modellbauer gewinnen konnte. Dafür sorgten auch altersgerechte Baukonzepte wie zum Beispiel Revells Junior Kits. Diese Bausätze benötigen keinen Klebstoff, sind leicht zusammenzubauen und garantieren so schnelle Erfolgserlebnisse. Sie führen Kinder ab vier Jahren an die Welt des Modellbaus heran. Insgesamt wuchs der klassische Plastikmodellbau im letzten Jahr um stolze fünf Prozent auf rund 13 Millionen Euro.

Jim Knopf als Thema für die Modelleisenbahnbranche

Ein Klassiker in der Modellbranche ist die Modelleisenbahn. Auch hier wird in diesem Jahr auf Lizenzen gesetzt. So hat Märklin zu dem Ostern angelaufenen Kinofilm „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ die Lok Emma, Güterwagen und weiteres Zubehör herausgebracht. Steffen Kahnt: „Die Modelleisenbahn verbindet die Generationen beim Spielen. Und Jim Knopf begeistert nicht nur Kinder, sondern auch die Erwachsenen, die das Thema noch aus ihrer eigenen Kindheit kennen.“ Während laut BVS kindgerechte Modelleisenbahnen stark nachgefragt und umgesetzt werden, stagniert jedoch die deutsche Modelleisenbahnbranche insgesamt. Auf 150 Millionen Euro wird der Umsatz im letzten Jahr geschätzt. Aufgemischt wurde die Modellbranche im letzten Jahr durch einen Überraschungshit: Nach BVS-Angaben gaben die Deutschen besonders viel Geld für den Turnator aus. Dieses fernsteuerbare Fahrzeug besitzt große Räder, die sich entgegengesetzt drehen lassen. Damit kann der Besitzer den Turnator auf der Stelle im Kreis drehen und Stunts ausführen lassen.

 

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Link: Der Bundesverband Spielwaren BVS sieht Lizenzen als wichtigen Erfolgsfaktor in der Modellbranche

Bild: Revell

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