Eine neue Studie der Washington University zeigt die negativen Folgen von Fast Fashion für Umwelt und Soziales auf. Wir haben uns bei Unternehmen rund um Kinderkleidung umgehört, wie wichtig für sie der Gedanke der Nachhaltigkeit ist.

Die Assistenzprofessorin Christine Ekenga spricht in ihrer Untersuchung von einem massiven Problem durch Fast Fashion. „Die ökologischen und sozialen Kosten der Textilproduktion sind weit verbreitet. Sie reichen vom Wachstum der wasserintensiven Baumwolle über die Freisetzung unbehandelter Farbstoffe in lokale Wasserquellen bis hin zu niedrigen Löhnen und schlechten Arbeitsbedingungen“, so die Mitautorin der Studie „Die globale Umwelt-Ungerechtigkeit von Fast Fashion“. Weltweit würden jährlich 80 Milliarden neue Kleidungsstücke gekauft, mit verheerenden Konsequenzen für Mensch und Natur. Als mögliche Lösung wird Nachhaltigkeit im Handeln der Unternehmen und ein geändertes Verhalten der Verbraucher empfohlen. Diese Maximen gelten bei dem Baby-Onlinemarkt greenstories seit Beginn an. Prokurist Denver Mielke: „Etwas anderes als ökologische und gesunde Kinderkleidung kam für unser Sortiment im Grunde nie in Frage. Wir hatten von Beginn an vor Augen, dass die Herstellung von Kinderkleidung frei von Nachteilen für Mensch und Natur sein muss.“

Nachhaltigkeit ist wichtig für Greenstories und Tchibo Share

Greenstories bietet in seinem Onlineshop neben unbedenklichem Spielzeug auch schadstofffreie Kleidung ausgewählter Hersteller an. „Es war uns wichtig, mit unserer Auswahl ein Zeichen zu setzen, aktiv etwas zu ändern und eine Anlaufstelle für nachhaltigen Konsum zu schaffen“, so Mielke weiter. Für Aufsehen hat der neue Geschäftszweig von Tchibo gesorgt. Unter Tchibo Share kann seit gut einem Jahr Kleidung gemietet werden. Sandra Coy, Sprecherin Nachhaltigkeit & Qualität, zieht ein erstes Fazit: „Wir haben sehr positive Kundenrückmeldungen im Laufe des Jahres erhalten – das Interesse an neuen Konsumformen ist also groß. Eine sehr organisch wachsende Kundengruppe hat bis dato über 17.000 Kleidungsstücke gemietet. Das erfüllt unsere Erwartungen.“ Coy bezeichnet das Konzept von Tchibo Share als wichtigen „Meilenstein in unserem Engagement, ein 100% nachhaltiges Unternehmen zu werden – und dabei auch das Prinzip der geschlossenen Stoffkreisläufe voran zu bringen.“ Da die Kleidung von mehreren Kindern getragen werde, würden Ressourcen gespart und Materialien länger genutzt.

Hessnatur verwendet langlebige und robuste Werkstoffe

Für ihre Langlebigkeit ist die Kleidung von hessnatur bekannt. Kristin Heckmann, Leiterin Corporate Responsibility: „Für hessnatur Kinderkleidung verwenden wir ausschließlich reine Naturfasern wie Bio-Baumwolle, Seide und Bio-Schurwolle. Diese Naturfasern bieten der zarten Kinderhaut Schutz und Funktion. Ihre ökologische Verarbeitung sorgt dafür, dass sie die Haut nicht reizen, außerdem sind sie atmungsaktiv und temperaturausgleichend. Materialien wie Bio-Wollfleece sind zudem sehr pflegeleicht und robust und halten so der Verwendung selbst durch zahlreiche Geschwisterkinder stand.“

Der Gedanke der Nachhaltigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das Unternehmen. So können über eine Weltkarte auf der Homepage die Produktionsschritte und Lieferketten nachverfolgt werden. Zudem ist das Unternehmen Mitglied bei Fair Wear Foundation und Ecocert Greenlife. Heckmann: „Unsere Sozialstandards umfassen freie Arbeitswahl, keine Diskriminierung am Arbeitsplatz, keine Ausbeutung durch Kinderarbeit, Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen, Zahlung existenzsichernder Löhne, angemessene Arbeitszeiten, sichere und gesundheitsverträgliche Arbeitsbedingungen und ein rechtsverbindliches Arbeitsverhältnis.“

 

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Link: Eine neue Studie der Washington University macht auf die Konsequenzen von Fast Fashion aufmerksam

Bild: hessnatur

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