Viele Hersteller entdecken momentan frischgebackene Väter als Zielgruppe. Der Konzern Procter & Gamble veröffentlicht nun im Rahmen der Pampers-Dry Produkteinführung ein neues Online-Video, in dem ausschließlich junge Väter zu Wort kommen. Ihm zugrunde liegen repräsentative Studien, die Pampers in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa durchgeführt hatte.

Das Video wurde konzipiert und produziert von der Agentur Heimat Berlin. Leadagentur für Procter & Gamble bleibt aber Saatchi & Saatchi.

Die Leidenschaft fürs Vatersein wächst bei deutschen Männern langsam, aber kontinuierlich. 2014 bezogen laut Statistischem Bundesamt bereits 34,2 Prozent der frisch gebackenen Väter Elterngeld. Ein Anstieg von 2,2 Prozent gegenüber 2013.

Männer wünschen sich längere Elternzeit

Mehr als jedes dritte Kind hat demnach heute mehr von seinem Papa. Dieser bringt sich entsprechend auch aktiver ein, wenn es um die Gestaltung von Freizeit und kindgerechtem Hausrat geht. Was Kaufentscheidungen von Vätern in Sachen Textilien, Spielzeug und Transportmitteln von denen der Mütter unterscheidet, lässt sich indes nur schwer ermitteln. Fest steht jedoch: Väter passen ihre Vorstellungen an. Auch wenn ihre Elternzeit mit Blick auf die entsprechenden staatlichen Bezüge im Verhältnis zu den Frauen doch weiterhin eher gering ausfällt: Deutliche 79 Prozent der Väter wählten auch 2014 lediglich die Mindestbezugsdauer des Elterngeldes von zwei Monaten.

Bei den Müttern nahmen hingegen 87 Prozent das Maximum von zwölf Monaten in Anspruch. Laut der Pampers Studie 2016 sind zuletzt sogar nur 11 Prozent der Väter mehr als drei Monate zuhause geblieben. 66 Prozent hätten sich allerdings eine längere Elternzeit gewünscht.

„Sanfte Opfer“

Sanfte „Opfer“ bringen Väter aber auch außerhalb staatlich geregelter Elternzeit. Stichwort: Fortbewegung. Kaum ein Vater kaufe demnach heute noch ein Auto, das er nicht mit der Familie nutzen könne, weiß man etwa bei BMW. Der bayerische Automobilkonzern hat deshalb 2014 einen Active Tourer der Zweier-Reihe lanciert. Van oder gar „Pampers Bomber“ soll der aber dennoch nicht genannt werden.
Fest steht in Sachen Auto, dass Frau und Familie einen enormen Einfluss auf die Kaufentscheidung der Väter haben, deren Gehalt bei den meisten Familien immer noch primär ist. Die Zeiten des strengen Patriarchen mit halbwegs repräsentativer Mittelklasse-Karosse scheinen jedoch ein für allemal passé.

Dafür findet der moderne Vater eine neue Diskussionsebene mit seiner Frau oder Partnerin: Sicherheit. Ob Kindersitz oder Internet. Wenn es um den Schutz des Nachwuchses in unseren modernen Zeiten geht, bleiben die Väter auf Augenhöhe mit den Müttern, denken und handeln lösungsorientiert.

Das liebe Spielzeug

Auch bei der Anschaffung von Spielzeug ändert sich einiges. Zwar kaufen dies noch überwiegend die Frauen, aber auch immer mehr Männer kommen ins Geschäft, berichten Einzelhändler, alleinerziehende Väter, aber auch Elternpaare, die am Wochenende kommen und gemeinsam etwas aussuchen. Väter bewegen sich da oftmals zwischen zwei Polen: Einerseits erliegen sie durchaus der Versuchung, gerade mit Spielzeug für die Söhne eigene Kindheitserinnerungen zu reanimieren (Stichwort Carrerabahn). Andererseits achten Väter besonders stark auf pädagogische Effekte und sehen Spielwaren oftmals zu sehr als Vehikel zur Entwicklung von kleinen Genies.

Ein bisschen spielerisches Heranführen an das kleine Einmaleins per Kopfrechnen und das liebe Spielzeug Spielzeug sein lassen, wären da bestimmt oftmals eher angebracht.

Dafür sind Väter bei optischen Fragen in Sachen Kinderwagen & Co. umso toleranter und zeigen sich modisch geradezu kreativ: Mit ein paar Details und Accessoires werden Buggy (und Nachwuchs) einfach dem eigenen Streetstyle angepasst. Voilà, da ist sie wieder: Die neue Leidenschaft fürs Vatersein.

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Text von Rüdiger Oberschür

Titelbild: © Auszug aus dem Pampers Video

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