Um im Handel erfolgreich zu bestehen, muss auf die Wünsche der Kunden eingegangen werden. Durch die Digitalisierung sind es die Kunden gewohnt, dass das gewünschte Produkt immer sofort verfügbar ist. Das Modeunternehmen Peek & Cloppenburg, mit Hauptsitz in Düsseldorf und Wien, möchte auf die Gegebenheiten eingehen und hat mehrere Projekte zur Optimierung der Warenverfügbarkeit geplant.

Seit Anfang Juli bietet Peek & Cloppenburg in Deutschland die Funktion Click& Reserve in seinem Onlineshop an. Anhand der Funktion kann der Kunde in Echtzeit den Warenbestand abfragen und den Artikel somit in der gewünschten Filiale direkt reservieren. Zudem bekommen die Kunden des stationären Handels die Möglichkeit, sich die gewünschten Artikel aus anderen P&C Filialen in ihr bevorzugtes Geschäft liefern zu lassen, wenn der Lieblingsartikel vor Ort ausverkauft ist. Ob online oder stationär in beiden Fällen werden die Kunden beim eintreffen der Ware per E-Mail informiert. Die Ware kann dann innerhalb von drei Tagen am Service Point abgeholt werden. Mit der neuen Lösung möchte das Unternehmen seine Omnichannel-Strategie fördern. Somit verbindet das Modeunternehmen die Vorteile des komfortablen Einkaufs im Webshop mit denen der Verkaufshäuser.

„Die Verflechtung von Onlinehandel und stationärem Geschäft ist für uns ein Schwerpunktthema. Nach dem bereits eingeführten Click & Collect können wir mit dem zusätzlichen Click & Reserve den Kunden ein weiter verbessertes Omnichannel- Erlebnis bieten. Auf diese Weise steigern wir nicht nur den Service, sondern der stationäre und der Online-Handel unterstützen sich auch gegenseitig“, sagt Nicolay Merkt, Geschäftsführer der Fashion ID GmbH & Co. KG.

Peek & Cloppenburg führt Nachschubfunktion ein

Zurzeit testet das Unternehmen das Konzept einer zentralen Nachschubfunktion für Artikel seiner Eigenmarken sowie für Ganzjahresartikel ausgewählter Fremdmarken. Bisher wurde jedes Produkt der Eigenmarken, sechs Monate im Voraus und für jede Filiale separat nach Farbe, Größe und in genauer Stückzahl geordert. Das möchte P&C jetzt ändern, denn mit dem veränderten Kaufverhalten, können solche detaillierten Vorhersagen nicht mehr getroffen werden. Dementsprechend erfolgt die Verteilung heute zweimal wöchentlich von einem Zentrallager aus. 2019 werden über dieses Lager über eine Million Teile bedarfsgerecht nachgeordert und 2020 schrittweise zum Vollausbau skaliert.

Gleichermaßen verfährt Peek & Cloppenburg mit der Verteilung der Ganzjahresartikel. So hat das Unternehmen Depots mit einer zentralen Nachschubfunktion eingeführt. Diese übernehmen die Versorgung der Verkaufshäuser mit Stammartikeln. Durch den Ablauf wird der Vorgang der Wiederbelieferung vereinfacht und beschleunigt.

Laut des Modeunternehmens ist dies ein klarer Vorteil: „Die verbesserte Verfügbarkeit auf den Verkaufsflächen nimmt nachweislich einen positiven Einfluss auf der Abverkäufe, weshalb das Konzept noch in diesem Jahr weiter ausgerollt wird.“

Expansion geplant

Peek & Cloppenburg möchte zukünftig weiter expandieren und möchte den Kunden die Möglichkeiten bieten aus der aktuellen Mode vieler Marken ihre persönlichen Trends zu wählen. Für das Jahr 2020 hat das Unternehmen sich den Markteintritt in Estland und Serbien vorgenommen. Durch die Eröffnungen der Filialen Tallin und Belgrad erweitert P&C seine internationalen Aktivitäten und ist damit in Zukunft in 17 Ländern vertreten. Für 2019 sind drei Neueröffnungen in Cluj (Rumänien), Timisoara (Rumänien) und Zagreb (Kroatien). Zudem soll 2020 ein neues Verkaufshaus mit über 5.500 Quadratmetern in Bocholt entstehen.

Aber nicht nur im stationären Handel plant Peek & Cloppenburg sein Angebot auszuweiten, sondern legt dabei auch den Fokus auf online. So geht laut des Modeunternehmens neben einem neuen Onlineshop in den Niederlanden, auch im Herbst der eigene Onlineshop für die Tochtergesellschaft Anson’s Herrenhaus KG online. Bereits ab August können die Kunden in Online Fashion Windows die aktuelle Kollektionen sehen.

 

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Bild: Peek & Cloppenburg Düsseldorf

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