Das Label Pimpilotta wurde von Dr. Jana-Maria Lehnhardt gegründet, die sich auf ein Nischenprodukt spezialisieren wollte. Mit Luna Journal sprach die Geschäftsführerin der Accessoire-Marke über den Vertrieb und ihre Marketingstrategie.

Mit Ihrem Label Pimpilotta bieten Sie kreative Mitnahmeartikel an. Welche Intention steckt hinter der Gründung des Labels?

Dr. Jana-Maria Lehnhardt, Geschäftsführerin Pimpilotta: Ich habe mir mit der Gründung meines Einzelhandelsgeschäftes „Schuhtingstar“, einem ausgefallenen Concept Store in Starnberg mit einem kuratierten Angebot an hochwertigen und modischen Schuhen, Fashion und Accessoires für eine klar umrissene, anspruchsvolle Zielgruppe einen lang ersehnten Traum erfüllt.

Mir war von Beginn an klar, dass in einer Zeit der digitalen Transformation der pure Ein- und Verkauf von handelsüblicher Ware kein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell mehr sein kann. Und so war ich überzeugt davon, dass sich der „Schuhtingstar“ nur mit einem einzigartigen Sortiment, einer besonders ansprechenden Inszenierung sowie einer willkommenen Gastgeberkultur langfristig erfolgreich etablieren würde.

Das einzigartige und besondere Sortiment des „Schuhtingstars“ runden neben ausgesuchten Markenherstellern mittlerweile 50 % Eigenmarken im Store ab: z.B. das namensgleiche Schuhlabel „Schuhtingstar“ für modische und hochwertige handgefertigte Schuhe, sowie „Pimpilotta – Unique Hairjewellery“ – liebevoller und kreativer Kinderhaarschmuck.

Mein Eigenlable „Pimpilotta“ hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem der Besteller in meinem Store entwickelt. Marktrecherchen haben gezeigt, dass ich mit dem Label Pimpilotta eine Nische belege, da der Pimpilotta Kinderhaarschmuck in Punkto Qualität, Design und der schmuckvollen Aufmachung absolut einzigartig ist. Jeder Artikel wird auf einer liebevoll gestalteten und verzierten Schmuckkarte präsentiert. Dazu passend gibt es im typischen Pimpilotta Design geschmackvolle Dekomaterialien für eine emotional ansprechende Produktpräsentation am POS.

Wie lange gibt es die Accessoire Marke Pimpilotta schon? Inwieweit konnten Sie in dieser Zeit diese in den Markt integrieren?

In meinem Geschäft „Schuhtingstar“ biete ich meinen Kunden „Pimpilotta“-Produkte nun bereits im 5 Geschäftsjahr mit grossem Erfolg und hervorragenden Abverkaufszahlen an. Das ist die beste Referenz für unsere B2B Kunden! Der offizielle Launch B2B erfolgte im Frühjahr 2018 zunächst über die Messe Supreme Kids und der Trendset Messe in München sowie eine Handelsagentur. Über die Messen und die Handelsagentur haben wir erste Kunden für unser Label Pimpilotta begeistern und überzeugen können.

Wird es saisonale Produkte geben?

Ja, es gibt sowohl eine Sommer- als auch Winterkollektion, die sich z.B. durch die Farbgebung und die Materialauswahl unterscheiden. Zudem habe ich die Pimpilotta Kollektion um saisonelle Artikel wie z.B. um Oster-, Halloween- und Weihnachthaarschmuck erweitert.

Ebenso biete die Marke „Pimpilotta“ z.B. festiven Haarschmuck für besondere Anlässe wie die Kommunion an. Ich habe aber auch zielgruppenspezifisch gedacht und z.B. eine Kollektion speziell für die allerkleinsten Pimpilotta Fans entworfen.

 Wie oft planen Sie eine neue Kollektion herauszubringen?

Das hängt sehr stark vom jeweiligen Artikel und den Trends in der Mode ab. Einerseits ist ein Teil der Haarschmuck Kollektion zeitlos klassisch (z.B. die Ripsbandschleifen in 16 klassischen Farben) und wird gerne jederzeit und zu jeglichem Anlass getragen. Andererseits werde ich unsere Kunden mit Sicherheit immer wieder mit neuen Highlights (Designs, Materialien und Farben) überraschen, damit das Pimpilotta Haarschmuck-Accessoire dem modischen Outfit die besondere Note verleiht. Ich habe noch viele kreative Ideen!

Woher holen Sie sich Ihre Inspiration,um sich von der Masse abzusetzen?

Als Unternehmensberaterin mit dem Schwerpunkt Designmanagement ist das Produktdesign gewissermassen eine Berufung für mich. Hierbei lasse ich mich gerne von modischen Trends auch ausserhalb der Fashionindustrie inspirieren. Die Herausforderung liegt meines Erachtens darin, Altbewährtes mit Neuem zu kombinieren. Wichtig ist mir bei der Designentwicklung von „Pimpilotta“ Artikeln, dass meine Produkte durch Design, Funktion und Qualität überzeugen und das unverwechselbare Markenbild von Pimpilotta zum Ausdruck bringen.

Wie wichtig sind Ihnen die Bedürfnisse der Kunden? Lassen Sie das Feedback in Ihre Produkte einfließen?

Mir sind die Meinungen meiner Kunden sehr wichtig insbesondere was Funktion und Qualität anbelangt. In Punkto Design bleibe ich aber vorrangig meinem Empfinden und der Markenausrichtung von Pimpilotta treu. Hier sehe ich es als meine Aufgabe als Designerin an, mit der Marke Pimpilotta Begehrlichkeiten bei unseren Kunden zu wecken.

Was sind Ihre Prinzipien, wenn Sie neue Accessoires kreieren?

Ich muss nicht zwingend jedem modischen Trend aufgreifen. Über allem steht die Markenidentität und mein Verständnis für Design sowie mein Anspruch an Qualität und Funktion. Erst wenn ich das in Einklang bringe, kommen neue Kreationen in die Kollektion.

Welche Strategie verfolgen Sie, um Pimpilotta auf dem Markt zu etablieren?

Ich möchte dem Handel mit Pimpilotta ein Produkt bzw. eine Marke an die Hand geben, die Freude beim Verkaufen bereitet und für den Handel mit wenig Aufwand verbunden ist – einfach in der Bestellung und der Nachorder, inspirierend in der Ansprache am POS, schnell und unkompliziert im Abverkauf ohne Reklamationsrisiken. – Unsere Pimpilotta Hair Jewellery Kollektion wird in einem praktischen und emotional ansprechenden Thekendisplay zum Auffüllen angeboten. Ein idealer, beliebter Mitnahmeartikel, der den Kunden Freude beim Verwenden oder beim Verschenken bereitet und das eine oder andere Mal auch Trost spenden und ein Tränchen in ein Lächeln verwandeln kann.

Das ist Teil unserer Sell in Story, die wir über Messen und Handelsagenturen, Newslettern und dem Pimpilotta B2B Portal unseren Handelspartnern vermitteln möchten.

Welche Marketingstrategie verfolgen Sie?

  • Eine Sortimentspolitik, die durch Breite und weniger Tiefe überzeugt und eine hohe Begehrlichkeit bei Einkäufern und Kunden weckt.
  • Eine Preispolitik, die der Marke angemessen, der Agentur ein attraktives  Provisionsmodell und dem Handel eine lukrative Marge ermöglicht.
  • Eine Markenpolitik, die Begehrlichkeit beim Endverbraucher weckt und den Händler mit einer Reihe sinnvoller Trademarketingsmassnahmen unterstützt.
  • Eine Distribution, die der Entwicklung des Handels off und online sinnvoll unterstüzt.

Fokussieren Sie sich ausschließlich auf den stationären Handel oder planen Sie Ihre Produkte auch in den Online-Handel einzuführen?

Für eine erfolgreiche Marke ist eine Omnichannel-Strategie meines Erachtens unumgänglich. Wie fokussieren sowohl auf den stationären sowie auch auf denOnline-Fach- und Einzelhandel!

Sie arbeiten mit einem Handelsvertreter zusammen. Wieviel Zeit räumen Sie diesem ein, um Ihre Marke an den Händler zu bringen?

Wir mussten uns bedauerlicherweise nach knapp einem Jahr von unserer Handelsagentur trennen. Ich denke es ist weniger eine Frage der Zeit, als vielmehr die Frage der richtigen Partnerschaft.

Mir ist vollkommen bewusst, dass die Einführung eines neuen Labels mit sehr viel Aufwand und Zeit verbunden ist. Ich glaube aber auch, dass die Handelsagenturen umdenken sollten und neue Wege im digitalen Zeitalter beschreiten müssen. Im speziellen Fall fehlte es mir an der notwendigen Bereitschaft neu und innovativ zu denken und die Initiative zu ergreifen.

Welche Komplikationen haben sich seit der Firmengründung ergeben? Wie haben Sie diese lösen können?

Die Suche nach einem geeigneten Produktionspartner verlief langwieriger als wir uns das vorgenommen hatten. Auch die Qualitätskontrolle sorgte anfangs immer wieder für Überraschungen. Nur durch ein sehr strenges Prozessmanagement und ein Beharren auf dem Verständnis von Qualität war es möglich, mit der Kollektion in Serie zu gehen.

Worauf sollte man bei der Gründung eines kleinen Labels achten?

Ich bin in der glücklichen Lage durch mein eigenes Geschäft einen intensiven und täglichen Kontakt zum Endverbraucher zu haben und somit ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden und der Händler an ein neues Label zu erlangen. Es drängen Jahr für Jahr neue Modelabel auf den Markt und das in Zeiten überfüllter Kleiderschränke. Der Handel verliert mehr und mehr seinen Versorgungsauftrag und wird somit zu einem Ort der sozialen Interaktion und Begegnungsstätte. Hier müssen neue Label über Design und Markenimage ihren Beitrag leisten.

Welches Ziel verfolgen Sie mit Pimpilotta? Was haben Sie schon erreichen können?

Zunächst müssen wir bei unseren B2B Kunden Überzeugungsarbeit leisten, dass unsere Mitnahmeartikel eine interessante Kategorie sind, mit der gute Umsätze erzielt werden können. Erste Nachbestellungen innerhalb von einem durchschnittlichen Zeitraum von wenigen Wochen bestätigen unsere These. Damit haben wir ein kleines erstes Etappenziel erreicht. Unsere Partnerschaft mit Händlern möchten wir kontinuierlich ausbauen. So sehen wir Pimpilotta nicht nur im gehobenen Kinderfachhandel, sondern ebenso z.B. in Concept Stores (Lifestyle und Accessoires) bei Florsiten, in Geschenkeläden wie auch in gehobenen Beauty Geschäften.

Wie wichtig sind für kleine Labels die sozialen Medien? Käme für Sie eine Zusammenarbeit mit Influencern in Frage?

Die sozialen Medien werden für Pimipilotta künftig eine wichtige Rolle spielen. Hier treffen wir unsere Zielgruppen an. Und natürlich möchten wir Influencer für unsere Marke gewinnen und überzeugen.

 Inwieweit heben Sie sich von der Konkurrenz ab?

Durch eine differenzierende Positionierung im gehobenen Design-, Qualitäts- und Preissegment. Ausserdem möchten wir unseren Händlern insbesondere bei der Inszenierung am POS mit geeigneten ansprechenden Pimpilotta-Dekomatarialien unterstützen.

Welche Märkte möchten Sie in Zukunft erschließen?

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Marke Pimpilotta noch jede Menge Raum für Lineextension bietet. So habe ich bereits jetzt neben der Vielzahl von unterschiedlichen „Pimpilotta“ Haargummis, Haarspangen und Haarreifen auch Patsches, Pins, Keycaps, Armbänder und Ohrringe der Marke „Pimpilotta“ – sozusagen in der Testphase – im meinem Laden für meine Kunden im Angebot. Ich kann mir noch eine ganze Reihe von weiteren Produkten vorstellen, die künftig das Label Pimpilotta ergänzen und hervorragend in die Welt von Pimpilotta passen.

Ich sehe die Marke „Pimpilotta“ nicht nur auf den DACH Markt begrenzt, sondern in allen europäischen Ländern wie z.B. Belgien, Holland, Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland usw. sowie mittelfristig auch weltweit distribuiert.

Das Sich-Schmücken mit schönem Kinderhaarschmuck ist bei Kindern und Müttern in aller Welt „grenzenlos“ beliebt!

 

 

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Link: „Pimpilotta – Unique Hairjewellery“ bietet kreativen Kinderhaarschmuck an.

Bild: Pimpilotta

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