Neukunden, mehr Umsatz und eine höhere Kundenzufriedenheit. Davon berichten Händler, wenn sie die Zahlart Ratenkauf anbieten. Auch Unternehmen rund um Kinderausstattung sind mit dabei.

Das Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg hat 270 Händler in einer aktuellen Studie befragt. Das Ergebnis: Mit 28 Prozent hat mehr als ein Viertel aller Unternehmen Ratenzahlung im Payment-Mix. „Im Vergleich zu unserer Studie aus dem Jahr 2015 sehen wir hier einen Zuwachs. Vor drei Jahren lag der Wert noch bei 22 Prozent“, so Studienleiter Holger Seidenschwarz. Zahlreiche weitere Unternehmen planen, diese Zahlart zu implementieren. Von den Firmen, die derzeit noch keinen Ratenkauf anbieten, verfolgen 14 Prozent konkrete Absichten zur Einführung. Überzeugend ist vor allem das Argument der Umsatzsteigerung. Rund drei Viertel der befragten Händler stimmen der Aussage zu, dass sich durch die Einführung einer Ratenkauflösung höhere Warenkörbe realisieren lassen.

Ratenzahlung wird bei babymarkt.de insbesondere für Käufe mit hohem Bon genutzt

Babymarkt.de bestätigt, dass Ratenzahlung vor allem bei höheren Warenkörben ein gern genutzter  Zahlungsweg ist. Friederike Lütgenau, Leiterin Projektmanagement bei babymarkt.de: „Wir möchten unseren Kunden in allen Bereichen stets das bestmögliche Einkaufserlebnis bieten. Im Payment Prozess bedeutet dies, dass wir unseren Kunden eine große Auswahl an Zahlarten anbieten. Je nach Nutzungssituation, Produktauswahl und Bon-Höhe haben unsere Kunden unterschiedlich Lieblingszahlarten. Die Ratenzahlung hat in den letzten Jahren ihren Anteil am Zahlartenmix bei babymarkt.de ausbauen können. Insbesondere Käufe mit hohem Bon werden durch unsere Kunden gerne über die Ratenzahlung finanziert.“ Die Studie von ibi research zeigt, dass der gewählte Anbieter für Ratenkauf bei den Einzelhändlern eine wichtige Rolle spielt. Von besonders großer Bedeutung sind die Gebührentransparenz gegenüber dem Kunden, die garantierte Risikoübernahme und ein medienbruchfreier Ablauf mit sofortiger Zusage im Checkout.

Bei Ratenzahlung sind Warenkörbe bei Mytoys bis zu vier mal so hoch

Viele Unternehmen rund um Kinderausstattung bieten Ratenzahlung an. Sie arbeiten dabei meist mit externen Anbietern wie dem schwedischen Payment-Service-Provider Klarna oder auch Paypal oder RatePay zusammen. Thomas Ficht, Head of Payment bei myToys, zur Bedeutung von Ratenzahlung für das Unternehmen: „Das Ziel von myToys ist es, Familien glücklich zu machen, indem wir ihnen u.a. ein optimales und unkompliziertes Einkaufserlebnis bieten. Das bedeutet für uns auch, Familien, deren Einkommen größere und kleinere Anschaffungen vielleicht nicht spontan erlauben, den Einkauf bei myToys zu ermöglichen. Daher bieten wir Ratenzahlung schon ab einem Warenkorb von EUR 15 an, ermöglichen aber auch sehr große Warenkörbe von mehreren tausend Euro, wenn unsere Kunden sich beispielsweise eine komplette Kinderzimmerausstattung bestellen. Der Erfolg gibt uns Recht: Der durchschnittliche Warenkorb ist bei Kunden, die Ratenzahlung wählen, bis zu vier Mal so hoch als bei anderen Zahlarten.“

 

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Link: Das ibi research Forschungsinstitut an der Universität Regensburg hat in seinem E-Commerce-Leitfaden die Bedeutung von Ratenzahlung untersucht.

Bild: pixabay

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