Aufgrund der stetig zurückgehenden Zahl der Händler, hat der Spielehersteller Ravensburger eigene Läden geplant, um den potentiellen Kunden ein Shopping-Erlebnis zu bieten. Dies ist nur ein Teil der Ravensburger Wachstumsstrategie.

Verkaufsraum und Spielzimmer

Ziel ist es, laut des Finanzvorstand, die Marke Ravensburger für die Konsumenten erlebbar zu machen. Mürle stellt sich die Läden als eine Mischung aus Verkaufsraum und Spielzimmer vor. Dabei möchte der Hersteller im engen Austausch mit den Kunden stehen, um Anregungen für neue Produkte und Weiterentwicklungen zu gewinnen.

Mit eigenen Läden hat der größte deutsche Hersteller von Brettspielen und Puzzles bereits Erfahrungen gesammelt. So besaß Ravensburger Ende 2018 neun Geschäfte in Deutschland, in Österreich und der Schweiz. Davon sind die meisten in Outlets wiederzufinden, wo die Ware mit hohen Preisnachlässen verkauft wird. Die zusätzlichen Filialen plant das Familienunternehmen mit zuletzt fast 500 Millionen Euro Umsatz an Standorten im In- und Ausland.

Händlersterben im Spielwarenmarkt

Zuletzt hatte es im Spielwaren-Einzelhandel Umsatzeinbrüche und Ladenschließungen gegeben. Durch Insolvenzen von Ketten wie Toys „R“ Us, La Grande Récré oder Top-Toy wurden die Umsätze weltweit gedrückt. Der niederländische Händler Intertoys musste in Deutschland seine 23 Filialen schließen. Zudem hält auch das Sterben der inhabergeführten Geschäfte an. „Die Konzentration im Handel nimmt zu“, sagte Mürle der „Welt am Sonntag“. Damit bezog sich der Ravensburger-Finanzvorstand unter anderem auf die Fusionen von Kaufhof und Karstadt und der Buchhändler Thalia und Mayersche, die auch Spielzeug in ihrem Sortiment führen. Sie könnten die Zahl ihrer Filialen reduzieren.

Veränderung des Kauf-und Nutzverhalten der Konsumenten

Die Ravensburger Absatzmärkte verändern sich, Konsumenten ändern ihr Kauf- und Nutzerverhalten, die Konzentration in der internationalen Handelslandschaft hält an. Aus diesem Grund hat Ravensburger schon vor drei Jahren eine strategische Neuausrichtung eingeleitet.

Derzeit wandelt Ravensburger sowohl den Vertrieb als auch die Supply Chain, die früher nach Spielwaren, Büchern und Marken getrennt existierten, zu produkt- und markenübergreifenden Organisationen um.

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Ravensburger steigert Umsatz im Ausland durch Neu-Akquisitionen

Top-Toy hat Insolvenz angemeldet und bereits Geschäfte geschlossen

Unbemannte Ladengeschäfte als Zukunft des stationären Handels?

 

Link: Ravensburger mit eigenen Läden.

Bild: Ravensburger

//JP