Das letzte Jahr hat sich für Ravensburger gelohnt: Um insgesamt 4,3 Prozent auf 491,2 Millionen Euro steigerte die Gruppe ihren Umsatz. Neben Deutschland erzielte der Konzern vor allem in den USA deutliche Zuwachsraten.

Während der Spielwarenmarkt in der Bundesrepublik nach Unternehmensangaben um rund zwei Prozent wuchs, legte Ravensburger in Deutschland um stolze 6,9 Prozent zu. Knapp 142 Millionen Euro Umsatz wurden hier erzielt. Damit steht die Firmengruppe nach eigenen Angaben an dritter Stelle im deutschen Spielwarenmarkt. Besonders gut verkauften sich 2018 in Deutschland die Kugelbahn GraviTrax, das 3D Puzzle Porsche 911 R und „tiptoi CREATE“. Diese Weiterentwicklung des audiodigitalen Lernstifts kann nun auch Kinderstimmen aufnehmen. Spiele wie der Dauerbrenner „Kakerlakak“ erreichten sechsstellige Absatzzahlen. Auch das Buchgeschäft wuchs, und zwar um über sieben Prozent auf 68,7 Millionen Euro. Die Umsatzbringer in diesem Segment sind die Sachbuchreihe „Guiness World Records 2019“ und der Bereich Jugendromane. Vorstandsvorsitzender Clemens Maier macht einen Trend aus: „Gerade in Zeiten der Digitalisierung vieler Lebensbereiche wird mehr haptisch gespielt. Menschen suchen das soziale und gemeinsame Spielerlebnis als Entspannung vom digitalen Alltag. Unsere Ravensburger Marken sind hier relevanter denn je.“

Ravensburger Neuakquisitionen in den USA haben viel verkauft

Das Umsatzplus im Ausland von 3,9 Prozent oder 276,3 Millionen Euro geht vor allem auf das US-Geschäft zurück. Im Zuge seiner Internationalisierungsstrategie hatte Ravensburger zwei amerikanische Spielwarenhersteller gekauft. Die Marke Wonder Forge verzeichnete mit ihrem neuen Brettspiel „Disney Villainous“ in den USA einen Erfolg von einer viertel Million verkauften Exemplaren. Ihren Teil zum Umsatzwachstum steuerte auch die Denkspielmarke ThinkFun mit Titeln wie „Gravity Maze“ und „Rush Hour“ bei.

Neustrukturierung sieht Straffung des Vertriebs vor

Für die Zukunft will sich Ravensburger neu aufstellen. So sollen die bislang getrennten Vertriebsorganisationen für Spielwaren und Bücher zu einer gemeinsamen Organisation zusammengeführt werden. Denn das Unternehmen sieht die Spielwaren- und Buchmärkte im Wandel. Immer mehr Verbraucher kauften ihre Spielwaren und Bücher online, zudem nehme die Konzentration im Handel zu. Daher soll der Vertrieb künftig marken- und produktübergreifend ausgerichtet werden. Davon verspricht sich das Unternehmen im Handel ein größeres vertriebliches Gewicht. Zudem soll so die durch Firmenzukäufe komplex gewordene Ravensburger Organisationsstruktur verschlankt werden. In fast allen Standorten im Ausland sind die Vertriebsorganisationen bereits zusammengefasst.

 

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Link: Die Ravensburger Gruppe hat im letzten Jahr ihren Umsatz gesteigert

Bild: Ravensburger

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