In einer Mitteilung verwies der Inhaber des gleichnamigen österreichischen Unternehmens, Andreas Stadlbauer auf die angespannte Marktlage. So kämpft neben einigen Spielwarenhändlern auch die Stadlbauer Marketing + Vertrieb GmbH mit starken Umsatzeinbußen. Zudem habe der Spielwarenhändler Toys“R“Us einen wichtigen Beitrag zum Gesamtumsatz von Stadlbauer beigetragen. Der Absatzkanal wurde durch den Bankrott von Toys“R“Us zerstört. Als wäre dies nicht genug, drückt Amazon, der seinen größten Profit daraus zieht, massiv auf die Preise.

Seit 1963 gibt es die Modellautorennbahn bereits, die über die Jahre nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat. Sogar heute kennen viele noch den dynamischen Schriftzug der Marke. In der Vergangenheit war das Aus des Rennbahnherstellers schon zwei Mal in Sicht. Neue Ideen, clevere Marketingaktionen und mehrmalige Umstrukturierung innerhalb des Unternehmens (unter anderem Wechsel der Geschäftsführung) verhinderten dies.

Carrera hat Probleme

2017 soll der Umsatz und Edit unter der Beendigung einer Vertriebspartnerschaft mit dem italienischen Spielwarenhersteller Giochi Preziosi gelitten haben. Im Gespräch mit dem Manager Magazin erklärte Andreas Stadlbauer, dass der Gruppenumsatz im Vorjahr um 2 Prozent auf rund 100 Millionen Euro gesunken sei.

Nach den jüngsten Ergebnissen weist die Stadlbauer Marketing + Vertrieb GmbH für das Geschäftsjahr 2016 einen regressiven Umsatz von 59 Millionen Euro aus, so sank das Betriebsergebnis mit -116.000 Euro in die roten Zahlen. Die Schulden seien auf 12 Millionen Euro gestiegen. Dies berichtete das Manager Magazin. Zudem veröffentlichte die Gruppe laut des Manager Magazins keine Konzernbilanz.

Positiver Blick in die Zukunft

Trotz alledem gab sich Stadlbauer gegenüber dem Manager Magazin optimistisch. So seien in den ersten Monaten des laufenden Jahres die Erlöse im deutschen Markt um 5 Prozent gestiegen.

„Carrera hat noch großes Potenzial. Wir investieren in die Internationalisierung des Geschäfts, wollen von der Digitalisierung profitieren und planen, eine Marke zuzukaufen, die sehr gut zu unserem Kerngeschäft rund um Spielwaren auf vier Rädern passt“, äußerte sich Andreas Stadlbauer gegenüber dem manager-magazin.de.

Hilfe bei der Weiterentwicklung des Kerngeschäfts holt sich Stadlbauer bei der Unternehmensberatung Ramsauer & Stürmer. Norbert Frömmer übernimmt den Posten des Vertriebschefs. Der Managing Director der LRS Unternehmensberatung wird sich in Zukunft um die Strategie des Unternehmens und um organisatorische Verbesserungen kümmern. Als CEO übernimmt Stadlbauer die Bereiche Marketing und Vertrieb. Bis zum Ruhestand, Ende des Jahres wird sich Josef Bachler um die Finanzen kümmern.

Auf die Frage, ob ein Verkauf des ebenfalls angeschlagenen Puppenherstellers Schildkröt geplant ist, wollte Rennbahnhersteller gegenüber manager magazin nicht Stellung beziehen.

 

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Link:www.carrera-toys.com

Bild: Carrera

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