Die britische Textilhandelskette Superdry setzt seine Wachstumspläne in die Tat um und erweitert seine Kollektion um Superdry Kids.

Superdry vereint amerikanische Vintage-Fashion und japanisch inspirierte Elemente mit einem britischen Stil. Die Marke ist mit 515 Verkaufsstellen in 46 Ländern international präsent. Online können die Produkte in über 100 Ländern geshoppt werden. Bisher war die Mode nur für Damen und Herren erhältlich, ab der Herbst/Winter-Saison 2019 will das Unternehmen nun auch in den Kindermodemarkt einsteigen.

Kundenanalysen zeigen Bedarf für Kindermode

Mit der Einführung des Kinder-Sortiments reagiert der Textilhändler auf bestehende Kundennachfragen. Analysen von Suchmaschinen haben gezeigt, dass der Bedarf der Kunden groß ist. Das neue Sortiment wird etwa 200 Stücke umfassen, einschließlich Accessoires. Kinder von sechs bis zwölf Jahren können sich auf T-Shirts, Jacken, Sweatshirts und –hosen freuen. Für die Jungen gibt es außerdemPoloshirts und Jogginghosen. Für Mädchen sind zusätzlich Kleider und Leggings im Sortiment enthalten.

Superdry Kids wird weltweit in den Superdry Filialen erhältlich sein sowie über die Großhandelskanäle. Das Unternehmen zieht für die Zukunft auch eigene Kindermodeläden als Franchisegeschäfte und Pop-Up-Shops sowie Shop-in-Shops in Erwägung.

Superdry nutzt Produkterweiterungen als globale digitale Markenstrategie

Schon in den vergangenen Jahren hat die Handelskette erfolgreiche Markenerweiterungen eingeführt. Mit Superdry Snow stellte sich das Textilunternehmen bereits 2014 breiter auf und im Jahr darauf kam Superdry Sport hinzu. Inzwischen bringen diese Marken 83 Millionen Pfund pro Jahr ein. Im Frühjahr 2019 soll zusätzlich Superdry Edit starten. Dies ist eine kuratierte Premium Produktlinie für Männer und Frauen mit eigenständigem Markenauftritt.

Damit legt der Modekonzern weiterhin den Fokus auf eine Wiederbelebung des Produkts und der Entwicklung der Marke. Diese Maßnahmen wurden bereits im aktuellen Halbjahresbericht angekündigt und sind teil eines 18-monatigen Produktdiversifizierungsprogramms. Das Unternehmen reagiert mit dieser Strategie unter anderem auf die sinkende Nachfrage von Kaltwetterbekleidung, begründet durch das ungewöhnlich warme Wetter und einer sich abschwächenden Konsumwirtschaft. Dies führte zuletzt dazu, dass das britische Label im zweiten Halbjahresbericht 2018 eine Gewinnwarnung herausgab. Da circa 45 Prozent des Jahresumsatzes auf die Herbst-/Winterkollektion entfallen, ist das Unternehmen besonders abhängig von dieser Jahreszeit.

 

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Link: Superdry treibt Produktdiversifizierung voran

Bild: iStock

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