Das hat sich ausgezahlt: 679 Millionen Euro – eine Steigerung von elf Prozent – setzte die Brandstätter Unternehmensgruppe mit ihrer Marke Playmobil 2017 um. Erstmals hatte der Konzern im vergangenen Jahr Lizenzprodukte auf den Markt gebracht. Damit der Erfolgskurs anhält, hat sich das Unternehmen konkrete Handlungsfelder verordnet und auch sein Management umgebaut.

Im letzten Jahr überraschte Playmobil die Spielwarenbranche mit seinem Eintritt ins Lizenzgeschäft. Die Neuheiten rund um den Filmklassiker „Ghostbusters“ und das Adventure-Movie „Drachenzähmen leicht gemacht“ kamen gut an. Vorstandssprecher Steffen Höpfner zeigt sich zufrieden mit dem vergangenen Geschäftsjahr: „2017 ist es uns gelungen, neue Impulse zu setzen und unser Markenerlebnis breiter und digitaler zu machen. Weltweit erreichen wir Kinder in ihrer heutigen, komplexen Erlebniswelt. Darauf werden wir weiter aufbauen.“ So sind für dieses Jahr 166 Neuheiten angekündigt – aus den Bereichen Feuerwehr, Schule und Weltraum, aber auch aus der neuen Lizenzmarke „Spirit“ der DreamWorks-Animationsserie.

Playmobil verzeichnet Umsatzplus

Handlungsfelder sind neue Märkte, neue Zielgruppen und Diversifikation

Zudem hat das Unternehmen drei Handlungsfelder auf seine Agenda gesetzt: Die Expansion in neue Märkte, die Ansprache neuer Zielgruppen und vor allem das Thema Diversifikation. Pressesprecher Björn Seeger erläutert: „Die Digitalisierung ermöglicht viele neue Marktpotenziale – denkbar sind künftig Produkte, die rein digital sind. Eine mögliche neue Zielgruppe können beispielsweise Businesskunden sein, also der B2B-Bereich. Digitale Angebote können ein wichtiger erster Hebel sein, um Märkte und zu erschließen, in denen wir noch nicht vertreten sind.“ So ergänzen eine App und ein eigener Animationsfilm den neuen Kristallpalast, der in diesem Jahr auf den Markt kommt. Auch die neuen Playmogram 3D-Sets zu den Themen Eisprinzessinnen und Ghostbusters schaffen eine Verbindung zwischen Spielzeug und digitaler Welt.

Zudem hat das Unternehmen neue Märkte im Visier: „Potentialländer, die mit neuen spezifischen Angeboten adressiert werden können, gibt es viele. Nordamerika bleibt ein Zielmarkt, interessant ist auch der asiatische Raum. 2017 hat die Unternehmensgruppe im letzten Quartal begonnen in China Vertriebsstrukturen aufzubauen. Die Gruppe steht hier am Anfang und wird weitere Schritte sorgsam abwägen“, so Seeger weiter.

Zwei neue Manager verpflichtet

Die Umsetzung der strategischen Maßnahmen begleiten im Playmobil-Management zwei externe Zugänge. Brandstätter richtet die Ressorts Vertrieb sowie Marketing und Entwicklung neu aus und hat sie neu besetzt. Leiter des Market- and Customer-Managements ist Roger Balser (54). Er war zuvor unter anderem bei Hasbro tätig. Für das Ressort Brand- und Product-Management hat die Unternehmensgruppe Lars Wagner verpflichtet. Der 46-Jährige wechselt von The Walt Disney Company Deutschland, wo er unter anderem das Marketing, den Bereich Digital Innovation sowie die Entwicklung der Disney Channels verantwortet hat. Mit beiden Personalentscheidungen stellt Brandstätter Weichen für den zukünftigen Wachstumskurs. „Die Digitalisierung ermöglicht uns vielfältige neue Chancen. Wir haben klare Handlungsfelder definiert, an denen wir unsere Geschäftsmodelle, Vertriebsstrukturen und Markenführung ab 2018 konsequent ausrichten. Dazu benötigen wir externes Know-how und neue Kompetenzen“, erläutert Vorstandssprecher Höpfner. Seit 2017 stelle sich die Unternehmensgruppe auch intern einem anspruchsvollen Transformationsprozess, hinterfrage Strukturen und Prozesse und mache sich fit für die digitale Zukunft. „Jetzt gilt es, neue Ideen und Ansätze zeitnah, konsequent und mutig umzusetzen. Die Weiterentwicklung unserer Vertriebsarbeit und neue, flexible Ansätze im Marketing sind dabei ein wesentlicher Schlüssel“, so Höpfner weiter.

 

Das könnte Sie auch noch interessieren:

Das sind die Top 10 Spielzeuge 2017

 

Link: www.playmobil.de

Bild: Playmobil

//KH