Nach dem Gewinneinbruch in 2017 berichtet der Konzern nun wieder von positiveren Ergebnissen. Vor allem der chinesische Markt und das digitale Geschäft wachsen.

Die Lego Gruppe sieht sich in ihrer Neuausrichtung bestätigt. Der Konzern hat seine Verkaufszahlen um ein Prozent gesteigert. Dieses Verkaufsplus bei Lego ist nach den kräftigen Umsatzeinbußen im vergangenen Jahr für Niels B. Christiansen, den CEO der Lego Gruppe, das richtige Signal: „Unser Plan für 2018 sieht die Stabilisierung des Geschäfts sowie Investitionen für ein nachhaltiges Wachstum vor. Die Zwischenergebnisse zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und die ersten Erfolge bestätigen uns in unserem Vorhaben.“ Zu diesen Erfolgen hätten insbesondere die guten Verkäufe bei den Produktlinien Technic, Ninjago, Creator und Classic beigetragen. Auch Lego City und Lego Star Wars gehören weiterhin zu den erfolgreichen Produktlinien der Lego Gruppe.

Verkaufsplus bei Lego aber weniger Umsatz in Nordamerika

Allerdings kann das Verkaufsplus bei Lego nicht über das herausfordernde Umfeld für den Konzern hinwegtäuschen. Die starken Veränderungen in der Einzelhandelslandschaft haben das Geschäftsergebnis beeinflusst. Dazu zählt zum Beispiel die Schließung von Toys“R“Us in den USA, Großbritannien und Australien. Der Umsatzerlös in Nordamerika ging leicht zurück. Ohne Berücksichtigung der Währung verbuchte Lego in Westeuropa ein geringes einstelliges Umsatzwachstum. In China wächst Lego weiterhin stark – hier lagen die Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten des Jahres im zweistelligen Bereich. Insgesamt belief sich der operative Gewinn auf 4,2 Milliarden Dänische Kronen (rund 560 Millionen Euro). Verglichen mit 4,4 Milliarden Dänischen Kronen im Jahr 2017 bedeutet das einen Rückgang von vier Prozent. Als Ursache sieht Lego hier den schwächeren US-Dollar.

In China eröffnen in Kürze zwei neue Flagship-Stores

Der Konzern hat seine Strategie an den Marktzahlen ausgerichtet. Zwar will CEO Christiansen weiterhin eng mit Einzelhandelspartnern zusammenarbeiten, deutet aber auch gleichzeitig die Absatzzukunft an: „Wir sind gut aufgestellt, sodass wir neue Chancen nutzen können, um Verbraucher und Käufer über alle Kanäle hinweg zu begeistern. Insbesondere das Wachstum aus Aktivitäten in den digitalen und E-Commerce-Plattformen ist sehr ermutigend.“ Auch der steigenden Beliebtheit im Reich der Mitte trägt der Konzern Rechnung und expandiert in China. Im Herbst diesen Jahres soll in Shanghai ein neuer Flagship-Store eröffnet werden. Ein zweiter soll Anfang 2019 in Peking folgen. Auch die Partnerschaft mit Tencent, einem der größten Internetunternehmen Chinas, soll weiter ausgebaut werden.

Lego wird digital

Zugleich kündigt Christiansen an, Lego weiter in Richtung Digitalisierung zu entwickeln. Ein Beispiel dafür ist Lego Life. Auf dieser digitalen Plattform können Kinder ihre Lego-Kreationen teilen. Das Angebot wächst und besteht mittlerweile aus mehr als vier Millionen Nutzern in fast 30 Ländern. CEO-Christiansen plant mehr: „Beim Lego Spielerlebnis geht es um die unendlichen Möglichkeiten, die der Lego Stein bietet, und dies wird bei uns immer im Mittelpunkt stehen. Wir sehen jedoch auch, wie viel Potenzial es gibt, den Stein auf neue Weise zum Leben zu erwecken – etwa durch die Kombination von digitalem und physischem Spiel. So haben wir zum Beispiel erst vor Kurzem Lego Duplo Züge und ein Lego Batmobil eingeführt, bei denen über eine App neue und spannende Bau- und Spielmöglichkeiten geboten werden.“

 

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Link: Die Lego Gruppe hat die Finanzergebnisse für das erste Halbjahr 2018 veröffentlicht

Bild: Lego

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