Nachdem zu Beginn der Woche die Zalando-Aktien aufgrund von Gewinnwarnungen von Asos abrutschten, kann nun Entwarnung gegeben werden.

Nach einer Gewinnwarnung des Konkurrenten Asos rutschte die Aktie des deutschen Online-Versandhändlers Zalando zu Beginn der Woche nach unten und erreichte mit 20,99 Euro fast ein Rekordtief, wie zuletzt 2014 (17,01 Euro).

Nachdem der britische Online-Versandhandel Asos wegen schwacher Geschäfte die Umsatz- und Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 von 20-25% auf 15% senkte, erreichten auch deren Aktien den tiefsten Stand seit drei Jahren und stürzten um fast 40% ab.

Kursrutsch erholt sich zur Wochenmitte

Der stationäre Modehandel leidet schon länger unter der Onlinekonkurrenz. Nun geraten auch die Onlinehändler zunehmend unter Druck. Bereits in den letzten Wochen gab es Umsatz- und Gewinnwarnungen bei Sports Direct International, Superdry und Tom Tailor. Für Zalando geben Analysten jedoch Entwarnung.

Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für den Mode-Händler nach der Gewinnwarnung des britischen Konkurrenten Asos von 32 auf 26 Euro gesenkt. Die Einstufung wurde aber auf „Halten“ belassen. Bereits zwei Tage später liegt das Tageshoch der Aktie bei 24,55 Euro und Zalando hat seine Wochenverluste fast wieder reingespielt. Damit stellt sich der Kursrutsch nach der Gewinnwarnung als übertrieben heraus.

Dennoch kann nicht außer Acht gelassen werden, dass ausgehend vom Jahres-/Allzeithoch bei 50,34 Euro, der Aktienkurs in nur fünf Monaten um über 55% um knapp die Hälfte gefallen ist.

Zalando rückt Umsatzwachstum in den Fokus des letzten Quartals

In einer Pressemitteilung von Zalando im November, rechnete das Unternehmen nach einem schwachen dritten Quartal und einer nach unten korrigierten Geschäftsprognose mit einem Umsatzwachstum von 20-25% im vierten Quartal. Für die schwachen Quartalszahlen und die Prognosesenkung machte der Online-Händler den ungewöhnlich langen und heißen Sommer verantwortlich. Damit einhergehend startete auch die Herbst/Winter-Saison verspätet.

Zalando Co-CEO Rubin Ritter dazu: „Wir sind mit unserem finanziellen Ergebnis im dritten Quartal ganz klar nicht zufrieden. Das ändert nichts an unserem Ziel, unser Geschäft bis 2020 auf 10 Milliarden Euro Bruttowarenvolumen zu verdoppeln und mit voller Geschwindigkeit das Ökosystem für Mode in Europa aufzubauen. Im vierten Quartal liegt der Fokus des Teams darauf, das Jahr erfolgreich abzuschließen.“

Nach eigenen Angaben lag der Anteil des Unternehmens am europäischen Markt 2017 bei 1,3% und soll langfristig auf 5% gesteigert werden. Zalando wird die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr und das vierte Quartal 2018 am 28. Februar 2019 vorlegen.

 

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Link: Zalando kämpft mit Kursrutsch

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