Zum zweiten Mal vergibt der Friedhelm Merz Verlag im Rahmen der weltweit größten Spielemesse SPIEL ‘18 einen Innovationspreis für Brett- und Kartenspiele. Nun hat der Verlag die nominierten Spiele bekannt gegeben: Bonk von David Harvey, Cool Runnings von Olivier Mahy sowie The Mind von Wolfgang Warsch gehen in das Rennen um das innovativste Spiel des Jahres 2018.

Im hart umkämpften Markt um Gesellschafts- und Familienspiele fällt es schwer, unter tausenden von Neuveröffentlichungen die besten und innovativsten Konzepte ausfindig zu machen. Deshalb hat der Friedhelm Merz Verlag zusammen mit der Stadt Essen im vergangenen Jahr erstmals den Preis innoSPIEL ausgelobt.

Im Rahmen der diesjährigen Spielemesse SPIEL ’18, die vom 25. bis 28. Oktober in Essen stattfindet, wird bereits zum zweiten Mal der Preis innoSPIEL für das innovativste Brett- und Kartenspiel vergeben. Aus tausenden Neuveröffentlichungen hat eine Jury, bestehend aus Fachjournalisten und Händlern, die drei innovativsten Spielideen für den innoSPIEL 2018 nominiert.

Kriterien des innoSPIEL 2018: Material, Spielerverbund & Teamgeist

Beim Spiel Bonk von Autor David Harvey, das im Game Factory Verlag erschienen ist, geht es darum, kleine Stahlkugeln mit Hilfe einer größeren Holzkugel ins gegnerische Tor zu treiben. Zwei bis vier Spieler treten dabei als Teams gegeneinander an. Der Jury gefielen vor allem die verschiedenen Faktoren, die den Spielerfolg ausmachen: „Bonk fordert Taktik, Geschick, Kooperation, Einfühlen in den Mitspieler im Team – und das alles gleichzeitig. Das Entscheidende ist dabei, dass alle diese Faktoren gemeinsam bedient werden müssen, will man Bonk als siegreiches Team beenden“, so die Begründung der Jury.

Außerdem nominiert ist das Laufspiel Cool Runnings von Olivier Mahy, erschienen bei Ravensburger. Bei diesem Spiel wetteifern bis zu vier Spieler um den Zieleinlauf. Bewegt werden die Spielsteine mit Aktionskarten. Das Pfiffige dabei: In den Spielsteinen liegen echte Eiswürfel. Nicht nur der Zieleinlauf ist entscheidend, sondern auch, dass dabei noch etwas vom Eiswürfel übrig ist – gar nicht so einfach, denn die Mitspieler versuchen mit Anpusten, Salz oder Wasser, den Eiswürfel vorzeitig zum Schmelzen zu bringen. Bei diesem Spiel lobte die Jury vor allem den Einsatz der Eiswürfel als essentielles Element des Spiels, weil dies bislang einzigartig ist.

Die dritte und letzte Nominierung ging an das Spiel The Mind von Autor Wolfgang Warsch, erschienen Nürnberger Spielkarten Verlag NSV. Bei diesem Kartenspiel müssen zwei bis vier Mitspieler ihre jeweiligen Kartenhände in aufsteigender Nummerierung ablegen – und das komplett ohne Kommunikation oder Tipps. „Im Mittelpunkt steht das Einfühlen in die Mitspieler: Anders als beim kompetitiven Spiel geht es nicht darum zu erahnen, was die Gegenspieler planen. Wichtig ist es, einzuschätzen, was die Mitspieler planen, um im Erfolgsfall ein Erlebnis von Erfüllung zu erhalten, wenn knappe Kartenfolgen erfolgreich ausgelegt werden. Die Kommunikation ist dabei subtil und nie direkt: Die gemeinsame Konzentration vor jeder Runde ist kein Selbstzweck, sondern das Einlassen auf die Mitspieler ist extrem wichtig: The Mind macht den non-verbalen Versuch erfolgreicher Abstimmung erfahrbar und schafft so Gemeinschaft am Spieltisch“, heißt es in der Begründung der Jury.

Preisverleihung des innoSPIEL 2018

Der Gewinner des diesjährigen innoSPIEL wird am 24. Oktober auf der SPIEL ’18 in Essen bekannt gegeben.

 

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Link: www.spiel-messe.com/de/

Bild: Friedhelm Merz Verlag

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