Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien hat Wickeltischheizstrahler genauer unter die Lupe genommen. Unter den sieben getesteten Modellen entschied der Reer FeelWell1926 das Rennen für sich.

Für viele Eltern gehört er zur Erstausstattung wie der Kinderwagen oder das Babybett: der Wickeltischheizstrahler. Angebracht über oder seitlich des Wickelplatzes, soll das Gerät für behagliche Wärme beim Windeln wechseln, anziehen oder gemütlichen Liegen sorgen. Denn Neugeborene können anfangs ihre Körpertemperatur kaum regulieren. Hier kann ein Heizstrahler helfen, Frieren oder Unterkühlung vorzubeugen. Und als Nebeneffekt werden gerade in kalten Nächten auch die wickelnden Eltern angenehm gewärmt. Doch welche Modelle sind empfehlenswert? Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien hat in einer aktuellen Untersuchung sieben Wickeltischheizstrahler getestet. Hauptkriterien waren Wärmeleistung, Sicherheit und Handhabung. Die Experten untersuchten die Modelle AEG IWQ 60, Ewt IR 60 S, Olympia BS 51, Heller BS 60, Reer FeelWell 1926, Rommelsbacher IW 604/E und Steba QH 3006 BB. Testsieger wurde das Produkt von Reer mit der Note 1,6 –  gefolgt von Olympia, Rommelsbacher und Heller (je Note 2,4).

Wickeltischheizstrahler von reer erwärmt sich am schnellsten

Als wichtigstes Kriterium definierten die Tester die Wärmeleistung. Schließlich wird oft spontan eine Windel gewechselt, da muss der Heizstrahler schnell für eine angenehme Temperatur sorgen. Hier waren die Modelle von Reer und Rommelsbacher am besten. Sie hatten die Temperatur nach einer Minute um 1,8 Grad erwärmt und nach fünf Minuten bereits um 4,9 Grad (reer) bzw. 4,1 Grad (Rommelsbacher). Zudem schauten die Prüfer, wie die Geräte die Wärme auf dem Wickeltisch verteilten. Hier punktete das Modell von Heller. Gerade einmal 0,4 Grad Differenz betrug der Unterschied zwischen dem wärmsten und kältesten Messpunkt. Ein bedeutender Faktor war in dem Vergleich auch die Sicherheit. Schließlich darf ein Wickeltischheizstrahler nicht zu heiß werden. Schlimme Verbrennungen könnten dann die Folge sein. Hier gab es keinen Grund zur Beanstandung. Alle Modelle erreichten innerhalb der zehnminütigen Aufwärmzeit Wohlfühltemperaturen zwischen 23 und 25 Grad auf dem Wickeltisch.

Handhabung und Einstellwinkel sind wichtige Kriterien

Anders sah es jedoch in Höhe der Person aus, die wickelte. Hier – jeweils 65 Zentimeter von der Wand entfernt und über dem Wickeltisch – maßen die Tester bis zu 42,3 Grad. Dass das Wickeln nicht zur schweißtreibenden Angelegenheit werden muss, zeigte das Modell von Heller. Das war mit 30,9 Grad der Wickeltischheizstrahler mit der niedrigsten Temperatur auf Erwachsenenhöhe. Um vor Überhitzung oder auch zu hohem Stromverbrauch zu schützen, kann eine Abschaltautomatik sinnvoll sein. Über eine solche Vorrichtung verfügten jedoch nur die beiden Modelle von reer und Olympia. Weiteres Entscheidungskriterium für die Tester war die Handhabung. Hier überzeugte wieder das Modell von reer. Es bot die größte Flexibilität beim Verstellen des Neigungswinkels. Zudem ließ es sich einfach montieren. Positiv bewerteten die Experten zudem das Preis-Leistungsverhältnis des reer-Modells. Die DtGV – Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH will mit ihren Analysen Verbrauchern eine Hilfestellung bei Kaufentscheidungen geben. Sie arbeitet nach eigenen Angaben anbieter-unabhängig.

 

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Link: Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien hat sieben Wickeltischheizstrahler getestet.

Bild: Reer

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